Meine Geschichte
Geschichten waren schon da, bevor daraus Bücher wurden. Ich weiß nicht, ob es diesen einen Moment gab, an dem ich Autorin wurde. Wahrscheinlich nicht.
Geschrieben habe ich seit meiner Jugendzeit. Gedanken, Beobachtungen, kleine Texte, Gedichte, Geschichten. Manches blieb im Verborgenen liegen und einiges verschwand wieder. Und manches tauchte Jahre später erneut auf und zeigte mir: Da waren Wortkleider, die noch nicht fertig mit mir waren.
Vielleicht beginnt meine Geschichte als Autorin beim genauen Hinsehen, lange vor dem ersten Buch.

Das Leben liefert ziemlich viel Stoff
Mich interessieren Menschen und ihre Widersprüche. Die Geschichten, die sie über sich erzählen, und das, was sie zeigen. Viel interessanter war und ist immer noch für mich, was darunter verborgen bleibt, aber spürbar ist, wenn man eine sensible Antenne für das Unausgesprochene besitzt. Mich interessieren diese seltsamen Stellen im Leben, an denen etwas plötzlich kippt. Ein Gedanke, eine Gewissheit oder das eigene Bild von sich selbst.
Vieles davon kenne ich aus meinem eigenen Leben. Ich habe gesucht, gezweifelt, ausprobiert, verworfen, neu zusammengesetzt. Ich war vieles und bin es noch: Künstlerin, Heilpraktikerin, Coach, Mentorin, Frau, Beobachterin, Fragende, Denkende, Schreibende. Und vermutlich noch einiges, für das ich bisher keinen Namen gefunden habe. All das hinterlässt Spuren in meinen Geschichten.
Schatten und Gold
Mein Leben hat Brüche und Narben, die ich fünfzig Jahre lang versteckte. Heute fülle ich sie mit Gold, weil sie einen kostbaren Schatz bergen: Genau aus diesen Rissen bricht das Licht.
Wenn du tiefer auf diesen Weg durch das Dunkle schauen möchtest, findest du mehr auf Funken Schwarz & Schatten Gold.
Irgendwann wollten die Geschichten mehr
Aus einzelnen Gedanken wurden Figuren und aus Bildern entstanden Szenen. Aus unzähligen Fragen entwickelten sich Geschichten.
Einige davon begleiten mich schon lange. Sie wurden angefangen, liegengelassen, wieder hervorgeholt, verändert und manchmal komplett auf den Kopf gestellt.
Bea Anders
Auch dieser Name gehört zu meiner Geschichte, denn er entstand aus meinem Lebensmotto „Bitte Einmal Anders“, aus dessen Anfangsbuchstaben Bea wurde. Bea Anders ist keine erfundene Person und keine Rolle, hinter der ich verschwinde. Sie gibt dem Teil von mir einen eigenen Raum, der heute Geschichten erzählt, die Wirklichkeit neu beleuchtet, Möglichkeiten ausprobiert, Gedanken weiterspinnt und sich erlaubt, mit Sprache etwas zu tun, was ich auch sonst gerne tue: die Dinge ein wenig anders anzusehen.
Auf meinen Büchern stehen beide Namen, Beate Eierle und Bea Anders, denn beide gehören zu meiner Biografie. Wo in meinen Geschichten das Erlebte endet und die Fantasie beginnt? Das verrate ich nicht immer.
Und jetzt?
Ich schreibe nicht, weil ich auf alles eine Antwort gefunden habe. Ich schreibe, weil mich das Dazwischen interessiert, dort, wo etwas noch nicht entschieden ist, denn dort beginnen für mich die besten Geschichten.